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Pflege

Die bei uns in den Gartencentern und Super-/Baumärkten angebotenen Hibisken sind leider immer noch meistens mit Wachstumshemmern behandelt und oft gehen die Pflanzen daran ein. Wenn die Wirkung nach einigen Monaten (6-9) nachlässt, benötigen  die Pflanzen viel Kraft für das normale strauchige Wachstum, sie sind in dieser Zeit sehr anfällig für Wurzelfäule.

Es gelingt manchmal die behandelten Pflanzen aus ihrem „Zwergenwachstum“ heraus zu holen. Sofort nach dem Kauf die Pflanzen aus dem Topf nehmen und den Wurzelballen ausspülen. Dann in frisches Kübelpflanzensubstrat, welches gut mit Perlite vermischt wurde, neu topfen, schattig stellen und ab sofort kräftig düngen.

In Spezialgärtnereien angebotene Pflanzen hingegen sind unbehandelt und somit weitaus gesünder. "Klein halten" kann man die meisten Hibisken leicht durch regelmäßigen Rückschnitt, der weder der Blühfreudigkeit noch der Blütengröße Abbruch tut.

Die Pflege dieser wunderschönen Topf- und Kübelpflanzen ist wirklich einfach: feuchte, aber nie nasse Erde 2:1 vermischt mit Perlite, zur besseren Belüftung der Wurzeln. Zuviel Wasser ist einer der Hauptgründe warum so viele Pflanzen eingehen. Gedüngt wird von März bis einschließlich September mit jedem Gießwasser (doppelte Konzentration) mit einem möglichst Phosphorarmen Dünger, bitte bei der N-P-K Zusammensetzung (steht auf jedem Dünger drauf) darauf achten. Er sollte aber auf jeden Fall auch die Spurenelemente enthalten, damit keine Mangelerscheinungen auftreten. Hibisken müssen in relativ kurzer Vegetationszeit neue Triebe, Blattwerk und viele Blüten bilden, somit brauchen sie dementsprechend viel Dünger.

Oktober/November, wenn die Pflanzen warm stehen, bitte alle 14 Tage mit einem ausgeglichenen Dünger in normaler Konzentration gießen. Dezember/Januar wird kein Dünger gegeben, erst wieder im Februar wenn die Wachstumszeit langsam beginnt bitte jede Woche mit normaler Konzentration düngen.

Da die Pflanzen aus den Tropen und Subtropen stammen, lieben sie die volle Sonne - also im Haus ruhig das Südfenster wählen, wobei während der Mittagszeit im Sommer eventuell leicht schattiert werden sollte. Auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten einen sonnigen Platz geben,  Halbschatten sollte nur über kurze Zeit sein. Der Umzug von drinnen nach draußen zur Sommerfrische sollte erst Ende Mai erfolgen. Leichter Blatt- wie Knospenverlust wird schnell wieder aufgeholt. Im Herbst kann man zwecks gesunder Überwinterung die Pflanzen ruhig etwas länger draußen lassen. Erst wenn die Nachttemperaturen unter 8°C  sinken, sollten die Pflanzen reingeholt werden. Auch dabei sind leichte Blatt- wie Knospenverluste einzurechnen, aber die Wärmespeicherung über einen (hoffentlich) sonnenreichen Sommer bringt bis in den Dezember eine reiche Blüte. Nach kurzer Blühpause kann man sich meist schon wieder ab Februar an neuen Blüten erfreuen.

Wer seine Hibisken über den Sommer draußen stehen hat, sollte, bevor er die Pflanzen einräumt, unbedingt alle zwei bis drei Mal im Abstand von 4 Tagen mit „Neem“ oder mit den sonst im Handel üblichen Schädlingsbekämpfungsmitteln durchsprühen. Bitte immer darauf achten dass das Mittel auch gegen die Spinnmilben wirkt.

Nur so entgeht er den im warmen  Winterquartier sich oft explosionsartig ausbreitenden Schädlingen.